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ZDF: Betrügen leicht gemacht (17.04.2019)
In Südosteuropa ist die EU sehr sichtbar: kaum eine Brücke, Straße, Schule ohne blaue Flagge mit gelben Sternen. Mit Milliardenbeträgen fördert die EU hier Projekte – ein Geldsegen mit Schattenseiten.Das meiste Geld fließt in die Landwirtschaft, in Strukturaufbau, Sozial- und Bildungsprojekte. Doch Regierende wie Andrej Babis, Viktor Orbán und Liviu Dragnea nutzen die EU-Fördermittel auch, um ihre Macht auszubauen. Die EU fördert indirekt Europas Autokraten. Auf einer Reise durch die drei Länder recherchieren die „ZDFzoom“-Autorinnen Britta Hilpert und Eva Schiller, wie regierende Politiker EU-Gelder für sich nutzen, am Rande oder jenseits der Legalität. Wie zum Beispiel in Ungarn der rechtspopulistische Viktor Orbán Ausschreibungen zum Vorteil seiner Günstlinge so gestalten lässt, dass sie stets gewinnen und damit ein Medienimperium finanzieren, das seinen politischen Zielen dient. Wie in Tschechien der liberale Premierminister Andrej Babis, einer der reichsten Männer seines Landes, die Fördermittel zu seinen persönlichen Gunsten ausreizt und ausweitet. Wie in Rumänien der allmächtige sozialdemokratische Parteichef Liviu Dragnea EU-Fördermittel von den Ärmsten der Armen in seine Parteibasis umlenkt, um eine breite Basis für seine sogenannten Justizreformen zu schaffen – die ihn persönlich vor dem Gefängnis bewahren sollen. Die EU scheint dabei relativ machtlos. Die Mitgliedsländer sollen vor allem selbst die Verteilung der Mittel organisieren und kontrollieren – doch wenn die Regierung eines Landes an straffer Kontrolle selbst kein Interesse hat, dann wird es schwer. „Wir können da wenig machen“, sagt die langjährige Haushaltskontrolleurin des Europaparlaments, Ingeborg Gräßle. „Die EU fördert so auch den Rückbau der Demokratie in den Ländern“, so Gräßle. Dringend benötigt werde deshalb ein europäischer Staatsanwalt. Der zuständige EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger fordert, die Rechtsstaatlichkeit müsse als Bedingung für EU-Förderungen gewährleistet sein. Einschnitte in den Rechtsstaat müssten finanzielle Einbußen zur Folge haben. Für eine solche Entscheidung aber wäre Einstimmigkeit nötig: Am großen Tisch der EU-Entscheider müssten auch Tschechien, Ungarn und Rumänien dafür stimmen.

Plusminus: Die Macht der Berater (10.04.2019)
Wirtschaftsprüfungsgesellschaften beraten Politik und Konzerne und prüfen die Jahresabschlüsse der großen Unternehmen. „Plusminus“ zeigt, wo es dabei Interessenskonflikte geben kann.

Plusminus: Markenprodukte als Schnäppchen: Preiskrieg bei Aldi und Lidl (10.04.2019)
Derzeit kämpfen die Discounter erbittert um die Preisführerrolle. Markenprodukte werden zu Centbeträgen angeboten. „Plusminus“ erklärt, was das für die Verbraucher und aber vor allem auch für die Hersteller der Marken bedeutet.

Panorama 3: Firmengeflechte: Wem gehören unsere Wohnungen? (09.04.2019)
Zahlreiche Immobilien in Deutschland wechseln offenbar ihre Besitzer, ohne dass Mieter und deutsche Behörden etwas davon mitbekommen. Wie Recherchen von Panorama 3 und NDR Info zeigen, können Investoren Anteile an Immobilien hin- und herschieben und so auch Veräußerungsverbote umgehen.

Panorama: Bahnchaos: Einblicke eines kritischen Lokführers (28.03.2019)
Ein Lokführer redet Klartext: Seit 30 Jahren arbeitet der Mann bei der Deutschen Bahn, seit Jahrzehnten gehe es mit dem Konzern bergab. Ein sehr persönlicher Hilferuf.

Report München: Die dramatischen Auswirkungen der intensiven Landwirtschaft (19.03.2019)
Im Winter sind sie besonders beliebt: Zucchini, Auberginen und vor allem die leckeren Kirschtomaten. Viel Frischgemüse kommt aus dem sonnigen Sizilien. Doch auch unter südlicher Sonne ist die Gemüseproduktion im Winter nur in Plastikhüllen und mit viel Gift möglich. Die sizilianische Landschaft ist vielerorts zerstört, Böden und Flüsse verseucht. Und zu allem Überfluss verdient auch noch die Mafia mit.

makro: Megamarkt eSports (08.03.2019)
eSports ist längst keine Nische mehr. Der Wettkampf am Computer entwickelt sich zu einem ernstzunehmenden Wirtschaftszweig. Jährlich verdient die Gaming-Branche allein mit eSports ein Vermögen.

NDR: Terrasse aus Billigstein. Wie gut ist die Ware aus China? (08.03.2019)
Naturstein ist so günstig wie lange noch nicht. Für Bauherren, die ihre Terrasse erneuern wollen, ist der hochwertige und witterungsbeständige Stein deswegen besonders attraktiv. Doch wie kann das sein? Ein NDR Team begibt sich auf Spurensuche. Es will wissen, wie es kommt, dass Naturstein so billig geworden ist. Schnell wird klar: Wie die meisten anderen Billigprodukte kommen auch die Steine mittlerweile zu einem großen Teil aus China. NDR Reporter Michael Höft reist mit seinem Team ins „Land der Mitte“, um herauszufinden, wie die Arbeitsbedingungen in der Natursteinindustrie sind, und ob man mit ruhigem Gewissen Steine aus China kaufen kann. Die Recherchen führen das Team in die Millionenstadt Xiamen, sie ist das Zentrum der chinesischen Steinindustrie. Von hier aus wird die ganze Welt mit Pflaster-, Terrassen- und allen möglichen anderen Steinprodukten versorgt. Über einen Mittelsmann gelingt es dem Fernsehteam, in Fabriken zu gelangen, um dort die Arbeitsbedingungen zu filmen. Schnell wird klar: So problemlos, wie die deutschen Händler die Arbeitssituation in China beschreiben, ist sie bei Weitem nicht. China liefert mit über 400.000 Tonnen mehr als die Hälfte der nach Deutschland eingeführten Natursteine. Der Umsatz der chinesischen Steinindustrie wird auf mehr als zehn Milliarden Euro geschätzt, die Zahl der Beschäftigten auf zwei bis drei Millionen. Nach Angaben aus China exportiert das Land im Jahr 2018 rund 20 Millionen Tonnen Natursteine, Tendenz steigend. Mittlerweile ist Naturstein aus China kaum teurer als heimische Betonplatten. Den wahren Preis für die neuen Terrassensteine bezahlen aber die Arbeiter in China.

Westpol: Gute Handwerker, schlechte Handwerker (03.03.2019)
Im Jahr 2003 schaffte der damalige Wirtschaftsminister Wolfgang Clement in diversen Branchen die Meisterpflicht ab – Ziel sei es, „mehr Betriebe und mehr Beschäftigte“ am Markt zu haben. Jetzt macht die Politik bei den Handwerkern eine Rolle rückwärts, führt wegen Qualitätsmängeln die Meisterpflicht wieder ein. Doch lässt sich das wirklich begründen? Und was hat die Abschaffung tatsächlich gebracht? Westpol über gute und schlechte Handwerker – und fehlende Azubis in einer wichtigen Branche.

ZDFzoom: Zocken mit Zöllen (27.02.2019)
„America first“, Strafzölle gegen China und Deutschland. Fast täglich meldet sich US-Präsident Trump und stellt vermeintlich gültige Regeln des Freihandels auf den Kopf. Wenn Deutschland so weitermacht, „werden wir Zölle von 25 Prozent auf ihre Autos verhängen, und glaubt mir, dann hören sie auf“, verkündet Trump und verunsichert die Welt mit diesen neuen, schroffen Tönen. „ZDFzoom“ fragt: Was macht Trumps Handelskrieg mit uns? „America first“ – das klingt für Unternehmer Sönke Winterhager aus dem sächsischen Freital irgendwie absurd. Seine Stahlgruppe Boschgotthardshütte produziert jährlich rund 200 000 Tonnen Edelstahl. Jede zehnte Tonne geht in die USA. Doch seit dem Frühjahr 2018 wird das bestraft: mit satten 25 Prozent Einfuhrzoll! Allerdings: Die USA können auf den so hochwertigen „Sachsen-Stahl“ gar nicht verzichten. „Es ist so, dass die meisten Kunden diesen Zoll bezahlen, weil sie einfach gar keine andere Chance haben, als ihr Material aus dem Ausland zu importieren“, sagt Stahl-Unternehmer Winterhager. „ZDFzoom“-Autor Kersten Schüßler reist dorthin, wo der sächsische Stahl gebraucht wird – in den „Rost-Gürtel“ der USA, Trumps Stammland. Hier hat Monteur Scott F. Chittohk fest daran geglaubt, dass Trumps Zölle etwas ändern können an den manchmal so brutalen Gesetzen des Freihandels. Doch statt „America first“ heißt es in seiner Heimat Lordstown/Ohio nun „Jobs lost“: Das Werk von General Motors steht vor dem Aus. „Die Fabrik wird schließen, das bricht jedem hier das Herz.“ Wirtschaftswissenschaftler Jens Südekum sieht in Trumps Politik eine radikale Abkehr von den Prinzipien des Freihandels. Der aber sei nie ganz frei gewesen von Einschränkungen: „Freihandel hat es eigentlich nie gegeben. Immer nur mehr oder weniger Protektionismus.“ Und wie die USA, so handelten auch Europa und damit Deutschland häufig nach den eigenen Interessen. Das zeigt „ZDFzoom“-Autor Kersten Schüßler am Beispiel Ghanas. Lange durfte sich das westafrikanische Land vor Billigimporten aus dem mächtigen Europa schützen. Dann aber forderten die EU und damit Deutschland: Ghana müsse seine Zölle fallen lassen, wenn es weiter seinen Kakao in die EU exportieren wolle. „Da wurde erheblicher Druck ausgeübt“, kritisiert der ghanaische Handelsexperte Kwabena Otoo. Es sei „eine Deutschland-und-Europa-First-Politik mit eindeutigen Interessen“ gewesen: „Jeder hat sich so benommen wie in der Vergangenheit Mister Trump, allerdings ohne zu sagen, was Mr. Trump eben aussprach.“

Frontal 21: Steuereintreiber bei Google & Co.: Fiskus kassiert beim Mittelstand (19.02.2019)
Potenziell Hunderten deutschen Digitalfirmen droht das Aus – wegen eines kruden Versuchs des deutschen Fiskus, Google & Co. zu besteuern. Weil die Internet-Giganten keinen Sitz in Deutschland haben, hat der Staat bekanntermaßen keinen Zugriff auf ihre satten Gewinne. Stattdessen wollen Finanzämter nun bei deren deutschen Geschäftspartnern abgreifen: Schaltet ein deutsches Unternehmen bei Google Werbung, soll es 15 Prozent Quellensteuer zahlen und sich den Betrag dann von den Internet-Riesen zurückholen – deutsche Mittelständler quasi als Steuereintreiber. Sich Geld von den „ungekrönten Steuervermeidungsweltmeistern“ zurückzuholen, gilt allenfalls als theoretisch möglich. Real dagegen sind die unmittelbaren Folgen für die deutschen Firmen: Weil die Steuer sogar bis zu fünf Jahre rückwirkend gelten soll, sind die Betriebe zu Rückstellungen in Millionenhöhe gezwungen. Vielen droht dadurch die Insolvenz. Noch ist diese Praxis nicht bundesweit abgestimmt, einzelne Firmen aber haben schon entsprechende Bescheide bekommen.

Panorama: Trotz strenger Gesetze: Banken zocken weiter Kreditkunden ab (14.02.2019)
Auch elf Jahre nach der Finanzkrise beraten viele Banken ihre Kunden mitunter schlecht und bieten ihnen zu teure, oft unnötige Zusatzprodukte an – Verbraucher geraten dadurch regelmäßig in eine finanzielle Schieflage. Das ergab eine Untersuchung der „Bürgerbewegung Finanzwende“, die Panorama und ZEIT online exklusiv vorliegt. Demnach erstellen Banken vielfach keine seriöse Analyse der Belastungsgrenzen der Haushalte und empfehlen so Kredite, die ihre Kunden finanziell überfordern können.

Kontrovers: Fremdwährungskredite (06.02.2019)
Kredite in Schweizer Franken, die helfen, die eigene Immobilie schnell abzuzahlen – das klang für viele Immobilienbesitzer gut. Auch weil diese Angebote nicht von Online-Banken, sondern von Instituten des österreichischen Sparkassenverbands kamen. Doch der Euro gab gegenüber dem Schweizer Franken nach, viele Kunden hatten auch Gebühren und Abgaben übersehen – und erlebten so ein finanzielles Desaster.

Plusminus: Rabattschlacht bei Drogerien. Wie die großen Ketten um Marktanteile kämpfen (30.01.2019)
Drogeriemärkte verschärfen den Preiskampf mit Rabattschlachten. Drei große Ketten teilen sich den Markt weitgehend auf. Mit Budnikowsky drängt ein neuer Wettbewerber auf den deutschlandweiten Markt. Die Ketten geben den Preisdruck auch an die Hersteller und noch ist der Kunde im Vorteil.

ARD: Akte D (3) – Banken außer Kontrolle (28.01.2019)
Deutsche Großbanken haben sich immer darum bemüht, ihre Geschäfte niemandem unterzuordnen. Seit der Finanzkrise wünschen sich aber viele Bürger, den Einfluss der Banken zu beschneiden. Kann das gelingen?

Plusminus: Rabattschlacht bei Drogerien – Kampf um Marktanteile (30.01.2019)
In der Drogeriebranche tobt ein erbitterter Kampf um Kunden und Markanteile. Die Ketten überbieten sich mit immer neuen Rabattaktionen, zur Freude der Kunden. Einige Drogerieprodukte sind inzwischen viel günstiger als noch vor zwei Jahren.

ARD: Akte Wettmafia. Deutschland und die organisierte Fußball-Kriminalität (19.12.2018)
Zehn Jahre nach dem Gerichtsverfahren in Bochum mit entsprechenden Verurteilungen zeigen neue ARD-Recherchen, wie Mitglieder aus Reihen der organisierten Kriminalität weiterhin ungestört Fußball- oder Tennisspiele manipulieren. Der Bochumer Kriminalhauptkommissar Michael Bahrs, Gründungsmitglied der damaligen SOKO „Flankengott“, zieht eine ernüchternde Bilanz und beklagt die Trägheit und Ignoranz der Ermittlungsbehörden. Kaum eine Branche wächst so rasant wie die der Sportwetten. Allein auf deutsche Fußballspiele – von der Bundesliga bis in den Jugendbereich – werden weltweit geschätzt 30 Milliarden Euro im Jahr gesetzt, insgesamt liegt der Umsatz bei über einer Billion. Auf dem Markt tummeln sich internationale Wettsyndikate, die organisierte Kriminalität spielt mit. Die jüngsten Fälle in einer langen Kette spielen in Belgien. Wieder geht es um Korruption, Geldwäsche und Spielmanipulation. Im vergangenen Juni kommt es zu 13 Festnahmen und diversen Hausdurchsuchungen im Rahmen von Ermittlungen gegen die Tennis-Wettmafia. Gegen fünf in Belgien lebende Armenier wird Anklage erhoben. Im Oktober gibt es bei zehn der 16 belgischen Fußball-Erstligamannschaften Hausdurchsuchungen. Mehrere Personen werden vorläufig festgenommen, darunter auch wichtige Funktionsträger aus Spitzenklubs, wie zum Beispiel Ivan Leko, Trainer des belgischen Meisters FC Brügge. Nach exklusiven Recherchen gibt es eine bisher unbekannte Spur von Belgien nach Deutschland. Was tun die Fußballverbände wie DFB, UEFA oder die FIFA? Sie betonen immer wieder, dass sie jeden Hinweis auf Manipulation ernst nehmen. Doch nicht nur Ermittler wie Michael Bahrs kritisieren das Verhalten der Verbände als „Alibi-Maßnahmen“. Gleichzeitig verstärkt der Profifußball seine Zusammenarbeit mit Wettanbietern, zwölf von 18 Mannschaften aus der Bundesliga haben mittlerweile Sponsoring-Verträge. Auch die Deutsche Fußball Liga (DFL) will auf lukrative Einnahmen aus der Wettbranche nicht verzichten. Ein Sponsoring-Vertrag mit dem Wettanbieter Tipico läuft bis einschließlich der Saison 2020/21, der DFB unterhält eine Partnerschaft mit dem Wettanbieter Oddset, bwin ist Hauptpartner der 3. Liga. Partnerschaften, die auch die Spielergewerkschaft VDV kritisch sieht.

Plusminus: Wieso Arbeitsplätze nach Deutschland zurück kommen (19.12.2018)
Statt mehr Arbeitsplätze nach Fernost zu verlagern, bleiben Unternehmen in Deutschland oder kommen sogar zurück. „Industrie 4.0“ sorgt dafür, dass hier die Lohnstückkosten rentabel bleiben und „Made in Germany“ wieder attraktiv wird.

Plusminus: Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) in der Kritik. Warum Guthaben schwinden und Zinsen nicht steigen (19.12.2018)
Die EZB bleibt bei ihrer lockeren Geldpolitik: Die sogenannte Kerninflation – die Preissteigerung ohne Öl und Lebensmittel – sei zu niedrig. Frühestens Mitte 2019 könnten die Zinsen wieder steigen. Ein Blick auf die Finanzpolitik.

Plusminus: DAX-Rekordtalfahrt – Was hinter dem Aktien-Minus steckt (19.12.2018)
Aktien der größten deutschen Unternehmen schließen 2018 vermutlich mit dem höchsten Minus seit Jahren ab. Zinsen steigen auf absehbare Zeit nicht. Sind Aktien noch eine Anlage zur Altersvorsorge?

quer: Das Geschäft der Heizungsableser (13.12.2018)
Das Bundeskartellamt warnt schon länger: Auf dem Markt der Heizungsableser gibt es kaum Konkurrenzkampf, große Anbieter teilen den Markt unter sich auf. Ein Milliardengeschäft: Investoren aus China steigen ins deutsche Ablesegeschäft ein, regionale kleine Firmen haben kaum eine Chance auf dem Markt.

WDR: Allmacht Amazon (05.12.2018)
Aus Amazon, dem Online-Buchhändler von einst, ist eine weltweite Marktmacht geworden. Sie hat ihren Chef Jeff Bezos zum reichsten Mann der Welt gemacht. Jeder zweite Euro im Online-Handel wird bei Amazon ausgegeben, Tendenz steigend. Ist Amazon mit seinem ungebremsten Wachstum dabei, unser Wirtschaftssystem umzukrempeln? Oder noch mehr?
Amazon ist eine Maschine, die weltweit mehr als 300 Millionen Menschen gleichzeitig beobachten, vergleichen, und analysieren kann. Niemals in der Geschichte des Handels hat ein Konzern so viele Daten über das Verhalten von Käufern und Händlern gesammelt. Denn Amazon ist nicht nur Marktplatz, Marktaufsicht und Anbieter für immer mehr Dienstleistungen und Dinge – die Maschine kontrolliert auch alle Datenströme auf diesem Markt und nutzt sie in seinem Sinn. Im Gewand des harmlosen Internet-Händlers, der immer nur das Wohl der Kunden im Blick hat, verschafft sich der Gigant intimste Einblicke in das Leben seiner Kunden.
Doch wer ahnt schon, dass ein einziger Klick auf eine Amazon-Seite Infos an den Konzern weiterleitet, die ausgedruckt eine DIN-A-4 Seite füllen? Ein Gespräch mit Alexa, das Anschauen eines Streaming-Angebots auf Amazon-Prime, die Gemüse-Bestellung über Amazon-Fresh. All dies zusammen ergibt eine ganze Bibliothek über jeden Kunden. Gespeichert wird alles – nur, was der Konzern daraus schließt, verrät er nicht.
Was wird erst möglich, wenn Daten aus weiteren, neuen Geschäftsbereichen hinzukommen? In den USA engagiert sich der Konzern im Gesundheitsmarkt und bei Versicherungen, und schon heute suchen dort Polizisten mit Hilfe von Amazons Gesichtserkennungs-Programm nach Verbrechern. Der öffentliche Raum wird mit Amazons Software überwacht, Weltkonzerne und Geheimdienste haben ihre Daten auf Amazons Servern gespeichert. Heute beherrscht die Daten-Sammlung des Konzerns den Internet-Handel, morgen stirbt der Einzelhandel – und die Marktwirtschaft, wie wir sie kennen? Die Story wagt einen Blick in die nahe Zukunft und versucht, die Maschine Amazon zu verstehen.

NDR: Handwerker verzweifelt gesucht (03.12.2018)
In ganz Norddeutschland sind Handwerker ausgebucht. Sie haben Aufträge ohne Ende, aber kein Personal. Liegt es am Bauboom? Oder gibt es weitere Gründe für den Handwerkermangel?

Frontal 21: Planlos und teuer (20.11.2018)
Wenn der Staat baut, wird es oft teuer. Dramatische Kostenexplosionen scheinen normal. Die bekanntesten Problembaustellen in Deutschland: Stuttgart 21, die Elbphilharmonie und der Berliner Flughafen BER.

Plusminus: Heimisches Gemüse – Preiskampf zu Lasten deutscher Bauern (14.11.2018)
In den Regalen vieler Supermärkte finden sich meist Obst und Gemüse aus dem Ausland, obwohl es die Sorten auch aus heimischen Anbau gibt. Den Handel scheinen nur die Einkaufspreise zu interessieren, zu Lasten der deutschen Landwirte.

Plusminus: Das Geschäft mit gekauften Hotelbewertungen (07.11.2018)
Wer ein Hotel bucht, informiert sich zuvor. Auf Portalen wie HolidayCheck, Tripadvisor oder Google können Hotels bewertet werden. Diese Bewertungen stammen aber nicht immer von echten Gästen. Manche sind gekauft.

SRF: Die Social Media Influencer (25.10.2018)
Die Welt der Influencer ist das Internet. Sie filmen und fotografieren sich, posten die Bilder auf den Social-Media-Plattformen und verdienen damit Geld – viel Geld. Ein Film von Christian Rösch Im Sommer 2018 ist der «Social Media Influencer» bei Marketing- und Kommunikations-Fachleuten zum heilbringenden Lieblingsbegriff mutiert. Innerhalb kurzer Zeit ist das «Influencer Marketing» zu einem Milliardengeschäft geworden. Für dieses Jahr rechnet die Fachwelt mit einem Umsatz von 5 bis 10 Milliarden Dollar. Die Unternehmen versuchen junge Kunden, die sie auf den klassischen Werbekanälen nicht mehr erreichen, über diesen Weg in ihren Kaufentscheidungen zu beeinflussen. Der Film von Christian Rösch zeigt anhand von Schweizer Influencern, wie dieses neue Geschäftsmodell funktioniert.

WDR: Glückauf und vorbei: Das Ruhrgebiet nach der Kohle (24.10.2018)
Unter dem Ruhrgebiet liegt heute ein zehntausende Kilometer langes Labyrinth aus Schächten und Stollen, die bis in eine Tiefe von weit über einen Kilometer reichen. Große Teile der Landschaft sind abgesackt, manche Stadtteile über 25 Meter. Wenn nicht dauerhaft Deiche gepflegt und hunderte Pumpen laufen würden, würden Bäche rückwärts fließen und Emscher und Lippe sich in die Großstädte ergießen. Auch unter Tage muss kontinuierlich gepumpt werden, damit salziges und zum Teil mit Giftstoffen kontaminiertes Grubenwasser das Trinkwasser an der Oberfläche nicht vergiftet. Allein die Pumpkosten über und unter Tage verschlingen – Jahr für Jahr, bis in alle Ewigkeit – über 200 Millionen Euro. Das alles gehört zum kostspieligen Erbe von 200 Jahren industriellem Bergbau.

Kontraste: Taxis gegen Uber (01.11.2018)
Der US-Konzern Uber macht den Taxifahrern das Leben schwer. Dabei nutzen Fahrer, die über Uber vermittelt werden, auch unlautere Mittel. Sie müssten eigentlich nach jeder Fahrt in die Firma zurückkehren, doch tatsächlich warten sie an Sammelpunkten und kreuzen auf der Suche nach Fahrten durch die Stadt. Die Taxifahrer reagieren mit sogenannten Uber-Jägern, die Verstöße dokumentieren und den Taxi-Krieg befeuern. Doch auch Taxifahrer halten sich nicht immer an die Regeln.

Plusminus: Indien: Produktionsbedingungen bei handgeknüpften Teppichen (24.10.2018)
Handgeknüpfte Teppiche aus Indien – ein Klassiker auf dem Teppichmarkt. Aber unter welchen Bedingungen werden sie hergestellt? „Plusminus“ war im Teppichgürtel in Indien unterwegs und hat sich ein Bild über die Produktion gemacht.

makro (3sat): Rotes Gold – Die Geheimnisse der Tomatenindustrie (19.10.2018)
Tomatensauce – wer denkt da nicht an die italienische Mamma, die aus sonnengereiften aromatischen Tomaten eine Sauce nach altem Familienrezept zaubert? Doch das ist Vergangenheit. Und weit gefehlt! Denn Tomatenprodukte wie Tomatenmark, -sauce, -saft und Ketchup stammen meist nicht aus Italien oder der Provence: Neben Kalifornien gehört längst China zu den größten „Industrietomaten-Produzenten“ und Herstellern von Tomatenpüree. Weltweit das meiste Tomatenmark wird in Kalifornien produziert: Die zwölf riesigen Verarbeitungsbetriebe des US-Bundesstaates beliefern den gesamten nordamerikanischen Markt und exportieren nach Europa. Ihre Produkte werden dann bei uns mitunter billiger verkauft als das italienische oder spanische Tomatenmark. Auf der Forbes-Liste der 500 umsatzstärksten Unternehmen der Welt steht auch der größte chinesische Tomatenverarbeiter, der Konzern „Cofco“. Seine Tochterfirma „Tunhe“ produziert in China tonnenweise Tomatenmark ausschließlich für die Giganten der globalen Nahrungsmittelindustrie wie Kraft-Heinz, Unilever, Nestlé, Kagomé, Del Monte, PepsiCo, etc. Die billigen Dosen mit dem Tomatenmark „Made in China“ finden auch auf den Märkten in Afrika reißenden Absatz. Die lokalen Tomatenproduzenten werden immer mehr verdrängt, wie beispielsweise in Ghana. Dort sind Tomaten ein fester Bestandteil der heimischen Küche. Doch der regionale Tomatenmarkt bricht unter dem Druck billiger Importe vor allem aus China regelrecht zusammen. Dabei handelt es sich aber meist um ein Produkt zweiter Klasse – ein Mischkonzentrat mit vielen Zusatz- und Farbstoffen, das explizit für den afrikanischen Markt bestimmt ist. Alle Welt verzehrt Industrietomaten. Und dennoch wissen wir fast nichts über die Bedingungen ihrer Produktion. In den riesigen Konservenfabriken von Neapel lagert fässerweise Tomatenmark aus Kalifornien und China, und ist fast exklusiv die den europäischen Großhandel bestimmt. Aber wie und von wem werden die industriell verarbeiteten Früchte angebaut und geerntet? Der Autor Jean-Baptiste Malet begibt sich mit seinem Team auf die Suche in die Tomatenmarkfabriken nach China, Kalifornien, Italien und Afrika und zeigt schonungslos die komplexen Zusammenhänge des globalen Kapitalismus mit all seinen Konsequenzen. Am Ende bleibt der bittere Geschmack der Ausbeutung und des Profits.

Panorama: Jahrhundertcoup: Angriff auf Europas Steuerzahler (18.10.2018)
„Größter Steuerraub der Geschichte Europas“: Ein Insider spricht erstmals über den organisierten Griff in die Steuerkassen, auch als Cum-Cum- und Cum-Ex-Geschäfte bekannt.

Plusminus: EU-Gipfel: Schuldenkrise in Italien befürchtet (17.10.2018)
Italien hat die zweithöchste Verschuldung in der EU. Trotzdem will das Land 2019 das Haushaltsdefizit deutlich erhöhen. Das verstößt gegen EU-Verträge und könnte das Land in eine Wirtschaftskrise stürzen – mit Gefahren für die gesamte EU.

NDR-Fernsehen: Neuanfang mit 50 (15.10.2018)
»In den kommenden 20 Jahren werden in Deutschland Millionen Arbeitsplätze verloren gehen, selbst nach konservativen Schätzungen. Globalisierung, Digitalisierung und Automatisierung verändern die Arbeitswelt rasant. Viele Beschäftigte müssen sich umorientieren. Doch gerade für die ältere Generation ist es schwer, einen anderen Beruf zu finden. Für ihre Dokumentation begleiten Grimme-Preisträger Hauke Wendler und Andrea Pittlik drei Norddeutsche, die in der Lebensmitte stehen und beruflich noch mal bei Null anfangen wollen: in einem neuen Job, mit neuen Herausforderungen und neuen Hürden, an denen man auch scheitern kann.Kirsten Schiller aus Lübeck gehört dazu: 20 Jahre lang hat die Meisterin im Garten- und Landschaftsbau gearbeitet. Nach mehreren Operationen und einem schweren Burn-out möchte sie eine Umschulung zur Fitnessfachwirtin machen. Oder auch Frank Brunzlow, ein ehemaliger Soldat, der heute alte Menschen pflegt. Die Autoren begleiten Menschen, die neu anfangen, notgedrungen.„Die Zeiten, in denen man mit 20 oder 30 einen Beruf lernt, den man bis zur Rente macht, die sind vorbei“, sagt Seminarleiterin Julia Glöer aus Hamburg. „Auf einem dynamischen Arbeitsmarkt werden viele von uns sich ständig neu orientieren müssen, alle fünf bis zehn Jahre, schätzt man. Aber das kann auch eine Chance sein.“ Die Dokumentation greift ein hochaktuelles Thema auf. Die aufwendig gedrehte Langzeitbeobachtung zeigt, wie sich die Arbeitswelt rasant verändert und was auf alle zukommt. Drei Menschen um die 50, drei verschiedene Wege zu einem anderen Beruf. Wird der Neuanfang gelingen?«

makro (3sat): Raumfahrt – Wer verdient am Weltall? (12.10.2018)
Raumfahrt gilt in Deutschland als Schlüsseltechnologie – so steht es in der Hightech-Strategie 2020 der Bundesregierung. Aber lohnt es sich, die Branche jedes Jahr mit einer Milliarde Euro zu fördern?

Plusminus: Ernte-Mafia: Brutale Ausbeutung im Obst- und Gemüsegeschäft (10.10.2018)
Was hat die Mafia mit dem Obst und Gemüse im Supermarkt um die Ecke zu tun? „Plusminus“ deckt auf, wie kriminelle Banden zehntausende Migranten und Flüchtlinge für die Ernte in Italien rekrutieren und gemeinsam mit Landwirten ausbeuten.

Plusminus: Ausverkauf der Lebensversicherungen (10.10.2018)
Viele Lebensversicherer stehen mit dem Rücken zur Wand und haben ihr Neugeschäft eingestellt. Manche verkaufen Policen nun an sogenannte Run-Off-Gesellschaften. Verbraucherschützer befürchten, dass Kunden so weniger Überschüsse bekommen.

makro (3sat): Batterien im Zwielicht – Die Schattenseiten der E-Mobilität (05.10.2018)
Weg mit Diesel und Benziner – her mit umweltfreundlichen Elektroautos. Doch auch die Elektromobilität ist nicht so sauber, wie es scheint. Das Wirtschaftsmagazin makro auf den Spuren von Lithium und Kobalt.

NDR: Der Bauernhof der Zukunft – Drohnen, Roboter, Supersperma (01.10.2018)
Landwirte leben so weit in der Zukunft wie kaum eine andere Berufsgruppe: Digitale Technik soll die Erträge verbessern. „Smart Farming“ heißt das Zauberwort der Landwirtschaft.

Plusminus: Geldanlage – Wie ETFs jetzt gefährlich werden (26.09.2018)
Die nächste Finanzkrise kommt bestimmt, sagen Experten. Dann sieht es für bestimmte Geldanlagen gar nicht gut aus: Börsengehandelte Fonds namens ETFs. „Plusminus“ zeigt, welche Gefahren mit „synthetischen“ ETFs einhergehen können.

Plusminus: Wie der Handel mit Preisen experimentiert (26.09.2018)
Personalisierte Rabatte auf dem Smartphone oder variierende Online-Preise, die auf digitalen Preisschildern auch im Laden gelten – so sieht die Zukunft im Handel aus. Einige Anbieter experimentieren mit neuen Preis- und Rabattmodellen.

Plusminus: Streit am Supermarktregal – Neue Macht im Lebensmittelhandel (19.09.2018)
Preiskampf im Supermarktregal. Erst Edeka, nun Kaufland. Rund 480 Artikel von Unilver hat Kaufland Anfang September aus seinen Regalen verbannt. Der Kampf zwischen Händlern und Markenartikelherstellern wird immer heftiger. 60 Prozent des deutschen Einzelhandels teilen vier große Ketten unter sich auf. Die Einzelhandelsketten machen Druck auf Großkonzerne und kleine Erzeuger, um die Preise zu drücken.

Plusminus: Deutsche Banken noch immer in der Krise (12.09.2018)
Zehn Jahre nach der Finanzkrise boomt die Weltwirtschaft. Auch die Banken in den USA haben sich erholt. Doch die deutsche Finanzwirtschaft steht vor einem Scherbenhaufen.

ZDFzoom: Geheimakte Finanzkrise. Droht der nächste Jahrhundert-Crash? (13.09.2018)
Der Fall schien klar: Die US-Bank Lehman Brothers löste die Finanzkrise 2008 aus. ZDFzoom enthüllt nun, welche Verantwortung die Deutsche Bank trug und wie sie um ihr Überleben kämpfte.

WDR: 10 Jahre nach der Finanzkrise: Die Party der Banker geht weiter (05.09.2018)
New York, 2018. „Es gab genug Warnhinweise, dass es zum Crash kommt. Doch die Gier war größer. Und auch jetzt lechzen die Anleger da drüben wieder nach mehr Rendite!“, erzählt Larry McDonald, ehemaliger Vize-Präsident bei der US-Bank Lehman Brothers. Er sitzt im 50. Stock eines schicken Apartmenthauses am Hudson River. Von seinem Schreibtisch kann er bis zum Financial District der Wall Street schauen. Er beobachtet heute als Autor den Markt und schreibt Investment Reports. Zehn Jahre zuvor, am 15. September 2008, meldeten die Agenturen die Pleite der US-Bank Lehman Brothers. Es war die größte Pleite eines Unternehmens, die die Welt je gesehen hat – und hatte fatale Folgen für die ganze Welt. Am Ende mussten weltweit Banken gerettet werden – durch das Geld der Steuerzahler. Das sollte sich nie mehr wiederholen. Angela Merkel versprach: „Wir wollen nicht, dass die Steuerzahler Banken retten müssen, sondern dass Banken sich selber retten.“ Was ist das Versprechen wert? Sind die Banken unter Kontrolle? Was hat die Branche aus der Finanzkrise gelernt?
Immer wieder stoßen die Autoren auf deutliche Indizien, dass die Finanzkrise keineswegs vorbei ist. Im Gegenteil. Heute, 2018, gibt es erstaunliche Parallelen zu der Zeit kurz vor dem Mega-Crash. Riskante Finanzgeschäfte gehören für Banker weiter zum Alltag. Private Schulden, billiges Geld und undurchsichtige Finanzprodukte – eine gefährliche Mischung, die in einem explosiven Umfeld aus Gier und Wahnsinn schon bald den nächsten Crash auslösen könnten. Christoph Kaserer von der TU München erklärt diese Entwicklung so: „Die großen internationalen Banken haben – wie fast alle Banken – ihre Bilanzsummen kräftig ausgedehnt. Das heißt, wenn eine dieser großen Banken in eine Schieflage gerät, werden wir auch heute nicht drum herumkommen, dass es eine Rettung durch den Steuerzahler gibt.“

Plusminus: Grauer Kapitalmarkt weiter auf dem Vormarsch (05.09.2018)
Geringe Zinsen verleiten dazu, Geld bei Finanzdienstleistern in Container, Bäume oder Immobilien zu investieren. Doch die Verluste auf dem Grauen Kapitalmarkt wachsen. Trotz Anlegerschutz ist das Ersparte meistens weg. Woran liegt das?

Plusminus: Illegales Glücksspiel – wie der Staat Milliarden verschenkt (05.09.2018)
Online-Casinos sind in Deutschland verboten. Dennoch: Auf tausenden Webseiten werden schnelle Gewinne versprochen. Da kaum kontrolliert wird, entgehen dem Staat Einnahmen in Milliardenhöhe. Immerhin: Die Chancen der Opfer sind gestiegen.

Plusminus: Mobiles Bezahlen vor dem Durchbruch (05.09.2018)
In Deutschland werden drei Viertel aller Einkäufe bar gezahlt. In anderen Ländern läuft das längst anders. Doch jetzt wollen mehrere Internet-Riesen den Markt aufmischen. Was ändert sich damit für uns Kunden und die Bankenwelt insgesamt?

Frontal 21: Chaos am Flughafen (04.09.2018)
Bereits vor einem Jahr, im Sommer 2017, kam es in Düsseldorf zu Handgreiflichkeiten unter Passagieren, die mehrere Stunden warten mussten, bevor sie in den Sicherheitsbereich gehen konnten. Der Grund: zu wenige und überlastete Luftsicherheitsassistenten, die überwiegend bei privaten Sicherheitsdiensten angestellt sind. Sie müssen seit Mitte der 1990er Jahre sicherstellen, dass jeder Passagier kontrolliert wird, bevor er ein Flugzeug besteigt. Die Entlohnung sei gut, berichten Mitarbeiter gegenüber Frontal 21, aber die Arbeitsbedingungen seien schlecht. Deshalb wolle kaum jemand den Job machen. Bis zu sechs Stunden Kontrolle ohne Pause, ständige Schichtwechsel, keine psychologische Betreuung, eine Kurzausbildung und anschließendes „Learning on the Job“ – all das sorge für Sicherheitslücken, wie Deutschland sie auch in diesem Sommer erlebt habe. Aber auch baulich hängen die deutschen Flughäfen internationalen Standards hinterher. Deshalb fordert die Gewerkschaft der Polizei, die Sicherheitskontrollen wieder in die öffentliche Hand zu legen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) dagegen will weiter privatisieren und die Bundespolizei beinahe komplett aus den Kontrollen streichen.

Plusminus: Warum viele Generika in Asien produziert werden (29.08.2018)
Wirkstoffe für Medikamente, die in unseren Apotheken verkauft werden, kommen oft aus China und Indien. Nach dem Skandal um den mit krebserregenden Stoffen verunreinigten Blutdrucksenker Valsartan, stellt sich die Frage nach dem Warum.

Kontraste: Wie Deutschland Arbeitslosigkeit in Europa produziert (23.08.2018)
Deutschland ist nicht ohne Grund als „oberlehrerhaft“ verschrien. Gerne erklären wir dem Rest der Welt, dass er sich an Verträge zu halten hat. Dabei ist gerade Deutschland ein „Weltmeister“ im Regel-Brechen. Statt, wie bei der Einführung des Euro vereinbart, für stabiles Lohnwachstum und Inflation entsprechend der Produktivitätsentwicklung zu sorgen, spart und geizt Deutschland, wo es nur geht. Die Folge: deutsche Produkte sind gut – und vor allem preiswert. Ausländische Anbieter, wie französische Autozulieferer setzt das noch mehr unter Druck. Niedrige Mindestlöhne und zu geringe staatliche Investitionen hierzulande kosten dort Arbeitsplätze. Die Zeche zahlen deutsche Niedriglöhner und ein wachsendes Arbeitslosenheer in anderen EU-Ländern.

Plusminus: Die Macht der Lira-Krise: Türkische Wirtschaft am Abgrund (22.08.2018)
Können Finanzmärkte Diktatoren zur Vernunft zwingen? Während die internationale Gemeinschaft der Entdemokratisierung am Bosporus nur staunend zusieht, schickt die Wirtschaft die türkische Lira auf Talfahrt. Regiert das Geld die Welt?

Panorama 3: Firmenkonstrukt bei Enercon benachteiligt Mitarbeiter (21.08.2018)
Enercon baut 835 Stellen ab, bei Firmen, die jahrelang exklusiv für den Windkraftprojektierer produzierten. Die sind plötzlich „Zulieferer“ – und Enercon damit raus aus der Verantwortung.

Plusminus: Zehn Jahre Finanzkrise: Drohen neue Krisenherde? (01.08.2018)
Zehn Jahre ist die weltweite Finanzkrise jetzt her. Auf den ersten Blick scheint sie überwunden. Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit ist spürbar zurückgegangen. Doch es sind neue Risiken aufgetaucht. Kann sich die Krise wiederholen?

ARD: Welt ohne Geld (30.07.2018)
Bargeldloses Bezahlen ist auf dem Vormarsch. Es ist schnell, einfach und bequem. Weltweit haben bargeldlose Transaktionen das Bezahlen mit Bargeld längst abgelöst. Noch halten Bundesbank und Bundesregierung am Bargeld fest. Aber können sie die Entwicklung hin zur bargeldlosen Gesellschaft aufhalten? Denn viele haben ein Interesse daran, dass wir aufhören, mit Bargeld zu bezahlen. Banken wollen Münzen und Scheine loswerden, weil deren Bereitstellung teuer ist. Politiker wollen weniger Bargeld, um Kriminalität und Terrorismus zu bändigen. Zentralbanker wollen Bargeld abschaffen, weil sich dann leicht Negativzinsen durchsetzen lassen. Und digitale Bezahlkonzerne wie Paypal oder Visa wollen einfach von allen Geldgeschäften profitieren und dabei möglichst viele Finanzdaten über uns Verbraucher sammeln. Ihr Ziel: die komplette Kontrolle über unser Kaufverhalten.

NDR: Smarte Bauern – Wer ernten will, muss optimieren (27.07.2018)
Wie weit kann Technik die Natur optimieren? Mehr als jeder zweite Landwirt nutzt inzwischen digitale Lösungen, um seine Produktion zu steigern.

Plusminus: Das Billionen-Risiko – Wie gefährlich sind die Target-Salden? (18.07.2018)

Kontraste: Milliardeninvestitionen in deutsche Immobilien – Paradies für Geldwäscher (12.07.2018)
Nach Schätzungen deutscher Sicherheitsbehörden fließen jährlich bis zu 30 Milliarden Euro Schwarzgeld nach Deutschland, vor allem in den Immobiliensektor. Geld auch aus der Organisierten Kriminalität. Um mögliche Geldwäsche durch Investoren prüfen zu können, hat Deutschland im Herbst 2017 das so genannte Transparenzregister eingerichtet. In diesem Register sollen Informationen über die wirklichen, natürlichen Personen hinter Unternehmen oder Stiftungen zusammengetragen werden. Aber taugt dieses Mittel im Kampf gegen Geldwäsche? Die KONTRASTE-Recherche führt anhand einer seit zehn Jahren leerstehenden Immobilie in bester Berliner Innenstadtlage vor, wie hilflos Behörden, aber auch betroffene Mieter sind, wenn es darum geht herauszufinden, wer hinter einem Immobiliendeal steht. Das Transparenzregister entpuppt sich als untauglich. Deutschland bleibt ein Geldwäscheparadies

BR: Griechenland – Armut trotz Tourismusboom (11.07.2018)
Tourismusboom in Griechenland – seit Reiseziele wie die Türkei nicht mehr gefragt sind, kommen die Urlauber in Scharen. Davon profitieren vor allem die Touristik-Konzerne, die Fluglinien und die Hotelketten – weniger aber die Menschen im Land. Sie finden allenfalls Saisonarbeit zum Billiglohn. Hinzu kommen immer neue Sparmaßnahmen und Rentenkürzungen. Laut einer aktuellen Statistik lebt ein Viertel der griechischen Bevölkerung in einer „schweren materiellen Notlage“, in Armut also. Die Filmautoren machen sich auf die Reise: Auf der Ferieninsel Rhodos beginnt die Armut gleich hinter dem Strand – dort, wo die Köche, die Kellner, die Zimmermädchen leben. In der Hafenstadt Patras hungern viele. Rentner, aber auch junge Menschen, die sich einen bescheidenen Wohlstand aufgebaut hatten, und die durch die Krise in Griechenland alles verloren haben. Besonders schlimm ist die Situation in der Hauptstadt Athen. Das Filmteam begleitet Erwin Schrümpf von der privaten Hilfsorganisation „Griechenlandhilfe“. Zusammen mit ihm treffen sie verzweifelte Menschen aus dem ehemaligen griechischen Mittelstand. Viele haben keine Krankenversicherung mehr, sind auf Medikamente angewiesen, die die „Griechenlandhilfe“ an Sozialzentren verteilt. Auf der Insel Lesbos leben nach wie vor Flüchtlinge. Ihnen geht es noch schlechter als den Einheimischen. Wer registriert ist, darf tagsüber das Flüchtlingslager verlassen. Doch eine Weiterreise ist unmöglich. Früher war Lesbos Touristenhochburg, heute kommen hier nur noch wenige Gäste. Die Bilder der Flüchtlingskrise von 2015 schrecken die Urlauber ab – auch heute noch.

Dazu passend:
BR: Die Kanaren – Inseln der Arbeitslosen (20.06.2018)
Massentourismus auf den Kanaren: Viele Millionen Deutsche besuchen vor allem im Winter die Inseln mit dem sommerlichen Klima. Doch den Einheimischen bringt der Tourismus nur wenig. Die meisten Gäste buchen all-inklusiv. Daran verdienen vor allem die großen Touristikkonzerne – nicht die Restaurants und Bars auf den Inseln. Hunderttausende Kreuzfahrt-Touristen kommen für ein paar Stunden nach La Gomera, Gran Canaria oder Teneriffa. Viel Geld lassen sie nicht da. Der Film zeigt die Kehrseite des Massentourismus: Arbeit gibt es allenfalls zum Billiglohn, über die Hälfte der Einheimischen unter 24 Jahren ist arbeitslos. Die Einwohner konkurrieren mit zugewanderten Deutschen und Engländern, die gern als „Native Speaker“ für Jobs als Reiseleiter, Tauchlehrer, Empfangschef, Mitarbeiter einer Autovermietung oder auch als Hoteldirektor eingekauft werden. Statt vom Tourismus zu profitieren müssen die Menschen auf den Kanaren mit den negativen Folgen leben. 57 Millionen Liter Abwasser werden Tag für Tag allein auf Teneriffa nur unzureichend geklärt ins Meer geleitet. Strände müssen zeitweise gesperrt werden, gegen die Verschmutzung protestierten im September 2017 fast 5.000 Menschen in Santa Cruz. Der boomende Tourismus treibt nicht nur die Preise in die Höhe, auch die Mieten steigen. Zehntausende Wohnungen auf den Kanaren werden dauerhaft über Airbnb an Urlauber vermietet. Touristenzentren und Wohngegenden vermischen sich immer mehr. Das führt zu Spannungen. Manche Lokalpolitiker fürchten sich inzwischen vor sozialen Unruhen. „Alemanos fueva – Deutsche raus“, dieses einst auf La Palma verbreitete Graffiti, taucht inzwischen überall auf.

Plusminus: Handelsstreit – Warum der Vorwurf des unfairen Handels nicht stimmt (13.06.2018)
Donald Trump hat seine Ankündigung in die Tat umgesetzt: Seit dem 1. Juni 2018 gelten Strafzölle auf Stahl und Aluminium auch für Europa. So will Trump die heimische Wirtschaft stärken. Die EU plant bereits Gegenmaßnahmen und will nun ihrerseits Strafzölle auf amerikanische Produkte erheben. Doch was ist überhaupt dran am Vorwurf des unfairen Handels? Ein genauer Blick auf die Statistiken zeigt: Unterm Strich weist die amerikanische Leistungsbilanz ein Plus von 14 Milliarden Dollar aus – für die USA. Doch das scheint in diesem Streit nicht zu interessieren.

Plusminus: Profifußball vs. Amateure: Warum die Schere weiter aufgeht (25.04.2018)
Die Einnahmen im Profifußball steigen rasant – rund 4 Milliarden Euro Jahresumsatz für 1. und 2. Bundesliga. Auch die Amateure sollten hier beteiligt werden. Doch das Regelwerk zwischen Liga und DFB benachteiligt gerade sie.

plan b (ZDF): Faire Ostern. Schokolade von der besten Seite (31.03.2018)
Zu Ostern stehen wieder Millionen von Schokoladenhasen in den Supermarktregalen. Doch kaum ein Verbraucher weiß, welches Elend unser Schokoladenkonsum in den Kakao-Anbauländern verursacht. Die Folgen: Armut, Kinderarbeit und Umweltzerstörung, vor allem in Westafrika. „plan b“ zeigt: Wenn sich findige Unternehmer für faire Arbeitsbedingungen und nachhaltigen Anbau von Rohstoffen einsetzen, geht Schokoladengenuss auch ohne bitteren Nachgeschmack. Einer dieser Pioniere ist Hendrik Reimers, Gründer des deutschen Start-up-Unternehmens „fairafric“. Von der Kakaobohne bis zur verpackten Tafel: Der Jungunternehmer wickelt die ganze Schokoladenproduktion in Ghana ab. Obwohl 70 Prozent des weltweiten Kakaos aus Afrika stammen, werden weniger als ein Prozent der von uns konsumierten Schokolade dort produziert. Deshalb wird das große Geld mit der Kakaobohne bislang in Europa verdient. Das will Hendrik Reimers ändern und revolutioniert mit viel persönlichem Einsatz das Schokoladen-Business. Damit bringt er nicht nur einen großen Teil der Wertschöpfung in das Land des Rohstoffes, sondern schafft auch noch qualifizierte Arbeitsplätze. Aber auch in Deutschland tut sich was. Zum Beispiel in Brandenburg. In der Manufaktur „Edelmond“ stellt Thomas Michel feinste Schokolade her. Michel bezieht seine Kakaobohnen von einem Bauer aus der Dominikanischen Republik, den er persönlich kennt. Im sogenannten „Bean to Bar“-Verfahren – also von der „Bohne bis zur Tafel“ – nimmt er jeden Herstellungsschritt selbst vor. Dabei legt er besonderen Wert auf regionale Zutaten. Dass man auch in der Massenproduktion etwas erreichen kann, zeigt das Beispiel von „Tony’s Chocolonely“ aus den Niederlanden. Alles begann mit der Vision, zu 100 Prozent „sklavenfreie Schokolade“ herzustellen, also Schokolade, bei der die Kakaobauern fair bezahlt werden. Mittlerweile ist die Firma mit intelligentem Marketing zum zweitgrößten Produzenten in Holland aufgestiegen.

ARD: Spiel ohne Grenzen: Die Lüge vom freien Handel (26.03.2018)
Wie unfair kann freier Handel sein? Die Dokumentation „Spiel ohne Grenzen: Die Lüge vom freien Handel“ zeigt, wie im Welthandel getrickst, getäuscht und gedroht wird. Und nicht nur vom amerikanischen Präsidenten oder dem mächtigen China, sondern auch von der Europäischen Union. Nur: Es bleibt weitestgehend verborgen. „America first“ fordert Donald Trump, schimpft über Deutschland als Exportweltmeister, führt Strafzölle ein und droht mit protektionistischen Maßnahmen. Es scheint, als würde neuer Protektionismus die Grenzen wieder dicht machen. Abschottung kann die Folge sein. Ist damit der Freihandel in der globalisierten Welt gefährdet, der doch allen so viel Wohlstand verspricht? Es gibt inzwischen auch viele, die sich als Verlierer der Globalisierung fühlen, abgehängt von deren Segnungen. Haben sie recht? Womöglich sind die wahren Gewinner von Freihandel und Globalisierung nicht die Bürgerinnen und Bürger. Aus diesem Grund müssen sich alle fragen, ob völlig liberalisierter Handel immer die beste Lösung ist. „Die Story im Ersten“ zeigt das an so einfachen Beispielen wie Zwiebeln, Fliesen oder Fahrrädern: in Deutschland, der Schweiz, den USA und im afrikanischen Kamerun.

Plusminus: Steuerbetrug durch chinesische Händler bei Amazon (21.03.2018)
Chinesische Händler – so der Verdacht – führen häufig keine deutsche Umsatzsteuer ab, wenn sie bei Amazon gelagerte Waren über den Amazon Marketplace verkaufen. „Plusminus“ verdeutlicht die Rolle Amazons.

mehr/wert: Verschlafen deutsche Autobauer die Zukunft? (15.03.2018)
Es fehlt nicht an Gründen, um über Alternativen zum klassischen Verbrennungsmotor nachzudenken.  Da gibt es die Elektroautos, auf die viele Autobauer sehr stark setzen. Es gibt aber auch Wasserstoffautos – die hierzulande viel zu wenig Thema sind. Deutschland war hier mal ganz vorne mit dabei – und liegt jetzt international weit zurück.

Plusminus: Trump und die Strafzölle: Welche Schuld Europa trifft (14.03.2018)
Donald Trumps Strafzoll-Vorhaben schrecken Europa auf – auch die Exportnation Deutschland. Droht nun ein Handelskrieg? Und stimmt es, wenn der US-Präsident meint, seine Wirtschaft vor Billig-Importen auch aus Deutschland schützen zu müssen?